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Die „Koordinationsbelastung“: Warum Entscheidungskomplexität die stille Gefahr für hybride Arbeitskulturen ist

Geschrieben von Samantha van Putten | Jan 13, 2026 9:13:39 AM

Mitarbeitern wurde versprochen, das Beste aus beiden Welten zu bekommen. Hybrides Arbeiten sollte die Selbstbestimmung des Homeoffice mit der Dynamik der Zusammenarbeit im Büro vereinen. Vermarktet wurde es als „Flexibilität“.

Für viele hat sich diese Flexibilität jedoch in etwas Anstrengendes verwandelt: Logistik.

Jeden Morgen – oder bereits Sonntagabend – beginnt für Mitarbeitende eine komplexe Planungsaufgabe:
„Wenn ich am Dienstag ins Büro gehe, ist Sarah dann da? Oder kommt sie mittwochs? Und falls ich Mittwoch gehe – gibt es dann noch einen Platz in der Nähe des Marketingteams oder lande ich im Ausweichbereich? Lohnt sich die Anfahrt überhaupt, wenn ich nur an Zoom-Meetings mit Kollegen teilnehme, die zu Hause sind?“

Das ist die Koordinationsbelastung.

Sie beschreibt den Zeit-, Energie- und Denkaufwand, der nötig ist, um scheinbar einfache Fragen wie „Wo arbeite ich heute?“ oder „Wie arbeite ich heute?“ zu beantworten. In Unternehmen ohne digitale Unterstützung liegt diese Last vollständig bei den Mitarbeitenden – auf Kosten von Produktivität und Motivation.